Fragenkatalog & Antworten

(Stand der Antworten: 27. April 2017)

1.1 Vorbereitung der Ausgliederung:

Wie hoch sind die (bisherigen) Vorbereitungskosten für die Ausgliederung? Trägt der e. V. diese Kosten oder wer?

Eine konkrete Antwort hierauf liegt bislang nicht vor. Es ist davon auszugehen, dass der Verein derzeit alle Kosten (z. B. Honorare für Rechtsspezialisten wie Herrn Prof. Dr. Schickhardt) für die Vorbereitung der Ausgliederung trägt.

Was geschieht mit dem negativen Eigenkapital des e. V.?

Das negative Eigenkapital soll auf die neue Rechtsform und damit auf die ausgegliederte Abteilung übertragen werden.

Soll es eine außerordentliche Mitgliederversammlung nur für eine Abstimmung über die Ausgliederung geben? Falls nicht, soll dies auf der Jahreshauptversammlung geschehen?

Noch in der ersten Hälfte des Jahres 2017 soll eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen werden, um über die Bedingungen der Ausgliederung abzustimmen.

Wann sollen die Stadionpläne mit den Mitgliedern abgestimmt werden? Ist auch hierzu eine Mitgliederversammlung angedacht, beispielsweise eine außerordentliche?

Hierzu sind noch keine konkreten Planungen bekannt, da die Stadt Münster und der Verein SC Preußen derzeit noch über mögliche Grundstücke für einen Stadionneubau beraten. Für das Stadion an der Hammer Straße, welches sich in städtischem Besitz befindet, soll im Mai über den neuen Bebauungsplan entschieden werden.

Was für eine Mehrheit ist für die Ausgliederung auf der Mitgliederversammlung von Nöten?

Auf der Diskussionsveranstaltung vom 4. April 2017 wurde trotz vorher anderslautender Angaben seitens der Vereinsführung bekannt gegeben, dass in Einklang mit §§103 und 125 UmwG eine Mehrheit von 75 % der abgegebenen Stimmen erforderlich ist.

Wird der von der JHV 2016 angenommene Antrag, dass zukünftige Mitgliederversammlungen an einem spielfreien Wochenendtag stattzufinden haben, bei den Planungen beachtet?

Hierzu liegt bis dato keine Antwort vor.

1.2 Rechtsform:

Welche Rechtsform wird präferiert und wieso?

Da der Verkauf von Anteilen der ausgegliederten Rechtseinheit im Sinne einer „Anschubfinanzierung“ seitens der Vereinsführung angestrebt wird, beabsichtigt diese eine Ausgliederung in eine GmbH & Co. KGaA. Im Unterschied zur reinen GmbH ist es hier für Investoren leichter, Anteile zu erwerben, da das Grundkapital der GmbH in Aktien zerlegt ist.

Welche aktuellen Mannschaften des e. V. werden Teil der neuen Gesellschaft sein?

Diese Frage ist noch nicht abschließend geklärt. Derzeit ist lediglich von einer „Ausgliederung der Profi-Mannschaft“ die Rede.

Soll es noch weitere Tochtergesellschaften geben, beispielsweise im Bereich Marketing?

Hierzu liegt bis dato keine Antwort vor.

Werden die Rechte Logo, Vereinsfarben etc. auf die Kapitalgesellschaft übertragen oder bleiben sie beim e. V.?

Auf der Diskussionsveranstaltung am 4. April 2017 wurde versichert, dass die Vereinsfarben und der Adler als Logo unverändert und in Besitz des Vereins verbleiben sollen.

1.3 Die neue Gesellschaft:

Wie hoch ist der Wert der neuen Gesellschaft?

Eine Schätzung wurde bislang nicht genannt, lediglich, dass die Vereinsführung hofft, 5 Millionen Euro durch Investoren erhalten zu können, wobei dies nur eine Beispielsumme der Vereinsführung war und somit nicht bindend ist.

Wer bestimmt den Wert?

Der Wert der Kapitalgesellschaft soll im Zuge von Rechtsgutachten bestimmt werden.

Ist der Wert durch die aktuelle sportliche Situation gesunken?

Hierzu liegt bis dato keine Antwort vor.

Wie hoch wird das Stammkapital der neuen Gesellschaft sein?

Dazu liegt keine Antwort der Vereinsführung vor.
Anmerkung: Nach den Statuten von DFL und DFB hat das gezeichnete Kapital in der 3. Liga 1 Mio. € und in den ersten beiden Ligen 2,5 Mio. € zu betragen.

Welche Posten hat die neue Gesellschaft und wer soll sie besetzen?

Hierzu liegt bis dato keine Antwort vor.

1.4 Alternativen:

Welche Vor- und Nachteile bietet eine Ausgliederung?

Laut Herrn Prof. Dr. Christoph Schickhardts Vortrag auf dem Infoabend am 4. April 2017 ergeben sich durch eine Ausgliederung professionellere Strukturen und Entscheidungen, auch da Organe wie die Mitgliederversammlung, welche sich laut Schickhardt in ihren Beschlüssen leicht durch Stimmungen beeinflussen ließe, Entscheidungskompetenzen verlieren. Zudem ergebe sich eine erhöhte Transparenz und es gelten eindeutigere steuerrechtliche Regelungen für eine solche Gesellschaft. Als nachteilig nannte Schickhardt den Verlust von Tradition und Einfluss seitens des Vereins.

Geht mit einer Ausgliederung automatisch sportlicher Erfolg einher?

Nein.

1.5 Investoren:

Wie viele Anteile sollen verkauft werden?

Hierzu liegt bis dato keine Antwort vor.

Gibt es bereits mögliche Investoren? Wenn ja, wen?

Bisher gibt es keine potentiellen Investoren.

Welchen Einfluss haben zukünftige Investoren?

Auf der bereits genannten Diskussionsveranstaltung wurde stets versichert, dass der Verein (im Einklang mit der 50+1-Regel) weiterhin „die Macht“ behält.
Anmerkung: Dies gilt lediglich mittelbar über die Komplementärgesellschaft, welche dem Verein gehört. Zudem besteht trotz der 50+1-Regel und der damit einhergehenden formalen Mehrheit auf Seiten des Vereins ein finanzielles Abhängigkeitsverhältnis, was die Einflussmöglichkeiten des Muttervereins und seiner Mitglieder auf informelle Art und Weise weiter einschränkt.

Können die Investoren ihre Anteile eigenmächtig ohne Abstimmung mit dem e. V. weiterverkaufen?

Ein Weiterverkauf soll laut Schickhardt lediglich zum „Nennwert“ möglich sein, d. h. ohne Gewinn. Inwiefern der Verein ein Mitspracherecht hat, wurde nicht beantwortet.

Werden Anteile auch öffentlich an Fans angeboten?

Hierzu liegt bis dato keine Antwort vor.

Worin soll das eingenommene Geld investiert werden?

Die sog. Anschubfinanzierung soll in die Profimannschaft investiert werden, um mindestens bis in die 2. Bundesliga aufzusteigen.

Wie viele Anteile darf ein einzelner Investor besitzen (Höchstgrenze)?

Hierzu liegt bis dato keine Antwort vor.

Wer entscheidet über die Anteilsverkäufe – die Mitglieder?

Es sollen sowohl die Gesellschaft als auch der Verein entscheiden.

Was passiert beim Fall der 50+1-Regel?

Hierzu liegt bis dato keine Antwort vor.

Wird die 50+1-Regel Teil einer zukünftigen Satzung sein?

Hierzu liegt bis dato keine Antwort vor.

Sollen Investoren Posten in der Kapitalgesellschaft und / oder im e. V. übernehmen dürfen?

Hierzu liegt bis dato keine Antwort vor.

1.6 Einfluss des e. V.:

Wie würde die Satzung der neu gegründeten Gesellschaft aussehen?

Hierzu liegt bis dato keine Antwort vor.

Wie würde die geänderte Satzung des e. V. aussehen?

Hierzu liegt bis dato keine Antwort vor.
Anmerkung: Eine geplante Satzungsänderung muss mindestens 14 Tage vor der außerordentlichen Mitgliederversammlung (im Zuge der Einladung zur MV) bekannt gemacht werden.

Wie sind der eingetragene Verein und die Gesellschaft miteinander verknüpft?

Fest steht, dass zur Haftung für die KGaA ein Komplementär in Form einer GmbH nötig ist, welche sich in Vereinsbesitz befinden muss. Auch ein Gewinnabführungsvertrag bzw. Gesellschaftervertrag wurde von Herrn Prof. Schickhardt erwähnt.

Gibt es Postenüberschneidungen zwischen e. V. und Kapitalgesellschaft?

Hierzu liegt bis dato keine Antwort vor.

Sollen Vorstandsmitglieder des e. V. Gehälter erhalten oder nur die Angestellten der Kapitalgesellschaft?

Hierzu liegt bis dato keine Antwort vor.

Sollen Investoren Posten in der Kapitalgesellschaft und / oder im e.V. übernehmen dürfen?

Hierzu liegt bis dato keine Antwort vor.

1.7 Einbezug der Mitglieder:

Werden die Mitglieder in den angestoßenen Ausgliederungsprozess einbezogen oder bleibt es ausschließlich bei Informationsveranstaltungen?

Hierzu liegt bis dato keine Antwort vor.

Sollen Fanvertreter in den Aufsichtsrat?

Hierzu liegt bis dato keine Antwort vor.

1.8 Szenarien:

Bleiben die Pläne auch bei einem möglichen Abstieg aktuell?

Seitens der Vereinsführung wurde betont, dass derzeit nicht von einem Abstieg ausgegangen wird. Im Falle eines Abstiegs sollen die Möglichkeiten einer Ausgliederung neu bewertet werden.

Bleibt die Führungsriege des Vereins auch nach einem möglichen Scheitern in ihren Positionen?

Hierzu liegt bis dato keine Antwort vor.

Was soll passieren, wenn das „Team Seinsch“ aussteigt bzw. die Vereinsführung wechselt?

Hierzu liegt bis dato keine Antwort vor.

1.9 Stadion:

Wie sollen die Anteile an der Stadionbetreibergesellschaft verteilt werden?

Hierzu liegt bis dato keine Antwort vor.

Warum ist für das Gründen der Stadionbetreibergesellschaft eine Ausgliederung des e. V. nötig?

Die Ausgliederung aus dem Verein dient der Möglichkeit des Verkaufs von Anteilen an der Stadionbetreibergesellschaft.

Wäre ein langfristiger Mietvertrag zwischen Verein und Stadionbetreibergesellschaft eine Alternative?

Hierzu liegt bis dato keine Antwort vor.

Werden bei der Abstimmung über die Ausgliederung die endgültigen Stadionpläne, insbesondere der Standort, bekannt sein?

Hierzu liegt bis dato keine Antwort vor, da der Verein und die Stadt derzeit noch keinen endgültigen Standort gefunden haben.

Was passiert mit dem Stadion an der Hammer Straße, wenn ein neues Stadion woanders gebaut wird?

Hierzu liegen seitens der Vereinsführung noch keine konkreten Planungen vor.
Anmerkung: Aktuell ist die Stadt Münster angesichts eines perspektivischen Neubaus nicht bereit, weitere Mittel in den Erhalt des Stadions an der Hammer Straße zu investieren. Die Ratsfraktion der SPD Münster (derzeit in der Opposition) fordert zudem im Gegenzug zu einem möglichen Neubauareal die Aufgabe des Standortes Hammer Straße.

Hat der Verein überhaupt Einfluss auf diese Entscheidung oder liegt sie bei der Stadt?

Unbekannt. Eher bei der Stadt.

Wie schaut der weitere Verlauf zur Stadionstandortsuche aus in Abstimmung mit der Stadt?

Die Stadtverwaltung hat in einer Potenzialanalyse anhand verschiedener Kriterien, inwiefern sich potenzielle Flächen als Standorte für einen Stadionneubau eignen, 24 mögliche Stadionstandorte gefunden. Der Verein soll dann bis zum Sommer auf diese Vorschläge reagieren und diese anhand eigener Kriterien bewerten. Sollte ein solcher Standort gefunden werden, schließen sich Änderungen im Regionalplan, im Flächennutzungsplan und ein Bebauungsplanverfahren (inklusive infrastruktureller Planungen) an, nach dessen Abschluss eine Ausschreibung beginnen kann. Sollte es zu keinen größeren Einwänden oder Klagen und damit einhergehenden Gerichtsverfahren kommen, könnte mit dem Bau frühestens im Jahr 2020 begonnen werden.

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