2. Was ist eine Ausgliederung?

Eine Ausgliederung (gemäß §123 III UmwG) verlagert bestimmte Vermögenswerte (zumeist die Lizenzspielerabteilung) eines eingetragenen Vereins in eine Kapitalgesellschaft, der Verein erhält im Gegenzug Anteile an dieser. Die Kapitalgesellschaft kann als GmbH, AG oder GmbH & Co. KGaA organisiert sein. Der Verein kann alleiniger Anteilseigner sein, er kann jedoch auch Stimm- und Kapitalanteile verkaufen. Kapitalanteile geben dabei die wirtschaftliche Beteiligung eines Gesellschafters an der Kapitalgesellschaft an, nach der sich zum Beispiel auch der Gewinnanspruch rechnet. Davon abzugrenzen sind Stimmanteile, die dem Gesellschafter ein dem Anteilen entsprechendes Stimmrecht auf der Gesellschafterversammlung geben. Um eine Ausgliederung durchzuführen, sind ein vom Vereinsvorstand erstellter Ausgliederungsplan samt Satzung bzw. Gesellschaftsvertrag der Zielgesellschaft und gemäß §125 UmwG in Verbindung mit §103 UmwG die Zustimmung von mindestens 3/4 der Mitgliederversammlung des Vereins nötig.

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