Wünsche? Forderungen? Maßnahmen? – Teil #1

Der Titel könnte beliebig sein, wenn es darum geht, die Befindlichkeiten der eigenen Fans in den Ausgliederungsplänen zu berücksichtigen. Noch sind es zwei Tage bis es zu einer der wichtigsten Entscheidungen in unserer Vereinsgeschichte kommt. Während alle Interessenvertreter sich die Finger in sozialen Netzwerken und Foren wund tippen, möchten wir nochmal auf die Berücksichtigung verschiedener Faninteressen blicken und schauen, ob diese in dem vorgelegten Entwurf des Präsidiums und Aufsichtsrat Anklang gefunden haben.

Beginnen werden wir mit dem Maßnahmenkatalog für eine mögliche Ausgliederung des Fanprojektes. Ob und welche Schlüsse der Lesende daraus zieht, sei ihm selber überlassen. Wir werden uns hier darauf beschränken, die Berücksichtigung ohne Wertung darzustellen:

  • Die Rechte an zu schützenden Werten des Vereins (wie bspw. Vereinsname, Vereinsfarben und Vereinswappen) bleiben uneingeschränkt beim Verein. Diese werden in der Vereinssatzung verankert. Die Kapitalgesellschaft zahlt an den e. V. für die Nutzung des Wappens und Namens.
    – Nur z. T. berücksichtigt, denn die Kapitalgesellschaft soll unbefristete Verwertungsrechte am Vereinswappen und -marke erhalten und zwar unentgeltlich, zudem übernehme sie die Aufgabe zur „Pflege und Erhaltung der Vereinsmarken“. Eine Verankerung dessen in der Vereinssatzung wird im Satzungsänderungsantrag der Vereinsführung nicht vorgeschlagen.
  • Ein Leitbild für den Verein wird erstellt, der als Identität (Vereinskultur) und Grundsatz dienen soll, was auch im Hinblick für mögliche Investoren gelten soll („Corporate Identity“).
    – Ein Leitbild wurde nicht aufgestellt.
  • Der Aufsichtsrat der Kapitalgesellschaft muss mehrheitlich aus Personen des Präsidiums des eingetragenen Vereins bestehen.
    – Diese Möglichkeit besteht, ist aber nicht zwingend.
  • Der e.V. hält zu jedem Zeitpunkt mind. 51% der Anteile an der Kapitalgesellschaft!
    – Die 50+1-Regel wird berücksichtigt, u. a. im Satzungsänderungsantrag der Vereinsführung.
  • Investoren dürfen kein Amt im e.V. (Präsidium und AR) innehaben.
    – Diese Forderung wurde nicht berücksichtigt.
  • Die zweite Mannschaft und die Jugendabteilung des e.V. werden nicht ausgegliedert.
    Aufgrund der geltenden Rechtslage war diese Forderung nicht umsetzbar. Ausgegliedert werden sollen die U23, U19 und U17 des e.V.
  • Die Kapitalgesellschaft wird der Mitgliederversammlung des e.V. jährlichen einen Geschäftsbericht und eine Bilanz präsentieren.
    – Diese Forderung soll umgesetzt werden und ist auch im Satzungsänderungsantrag der Vereinsführung berücksichtigt.
  • Die Kapitalgesellschaft wird das Fanprojekt Preußen Münster e.V. als offiziellen Dachverband der Fanszene anerkennen und sich mindestens vierteljährlich mit dem Präsidium des Fanprojektes zusammensetzen und sich über für die Fans relevante Themen austauschen. Bestehende Vereinbarungen zwischen Fanprojekt und Verein erhalten auch Gültigkeit für die Kapitalgesellschaft.
    – Diese Forderung wurde nicht berücksichtigt.
  • Die Verbindlichkeiten des e.V. werden von der Kapitalgesellschaft übernommen.
    – Diese Forderung wurde berücksichtigt.
  • Die Gesellschaftsordnung der Kapitalgesellschaft muss den Mitgliedern vollständig bekannt sein, bevor auf der Mitgliederversammlung über die Ausgliederung abgestimmt wird. Diese muss den Mitgliedern entweder mit der Einladung zur Mitgliederversammlung oder auf einer zusätzlichen Mitgliederversammlung mitgeteilt werden.
    – Satz 1 wurde berücksichtigt, Satz 2 nicht. Für Mitglieder lagen die Unterlagen auf der Geschäftsstelle zur Abholung bereit. Aufgrund teilweise fehlender Kopien stellte sich mittlerweile heraus, dass die Unterlagen bei manchen Mitgliedern unvollständig ausgegeben wurden.
  • Der Gesellschaftervertrag zwischen e.V. und der Kapitalgesellschaft muss für Mitglieder offengelegt werden.
    – Diese Forderung wurde berücksichtigt. Aufgrund teilweise fehlender Kopien stellte sich mittlerweile heraus, dass die Unterlagen bei manchen Mitgliedern unvollständig ausgegeben wurden.
  • Vor einer Kapitalerhöhung der Kapitalgesellschaft ist die 75%-ige Zustimmung der Mitglieder des eingetragenen Vereins einzuholen.
    – Diese Forderng wurde nicht berücksichtigt.
  • Vor Anteilsverkäufen der Kapitalgesellschaft ist die 75&-ige Zustimmung der Mitglieder des eingetragenen Vereins einzuholen. Dementsprechend müssen potentielle Investoren der MV vorher bekannt sein.
    – Diese Forderung wurde nicht berücksichtigt.
  • Der e.V. erhält ein Vorkaufsrecht von Anteilen zum Nennwert.
    – Diese Forderung wurde nicht berücksichtigt.

Teil 2 folgt am Samstag, in dem wir auf die Umsetzung des Minimalkonsens der aktiven Fanszene in den Ausgliederungsplänen schauen.

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