Ausgliederung, egal wie? Ein kleiner Denkanstoß

Der folgende Text wurde uns am Mittwochmorgen zugesandt und stammt nicht von den üblichen Autoren dieses Blogs. Wir veröffentlichen ihn an dieser Stelle, weil wir die darin zum Vorschein kommenden Gedanken einer größeren Plattform zugänglich machen wollen. Auch hier gilt wieder: Lesen und eigene Gedanken machen!

Liebe Mitglieder von Preußen Münster, Preußenfans und Befürworter einer Ausgliederung,

seit der Informationsveranstaltung kreisen meine Gedanken fast durchgängig um die vorgestellten Pläne der Vereinsführung und die damit verbundenen Äußerungen der Protagonisten dieses Abends. Das Gute: Endlich sprechen wir über konkrete Pläne und Veränderungen. Und mit dem 14. Januar haben wir endlich einen Termin, an dem abgestimmt wird. Jedes Mitglied nach seinem Gewissen, nach seinen Überzeugungen und Vorstellungen und Wünschen für unseren Herzensverein.

So viel Ehrlichkeit gehört zu diesem Text. Als Ultrà von Preußen Münster habe ich spezielle Vorstellungen und Wünsche, wie sich unser Verein in Zukunft aufstellen soll. Speziell insofern, weil sie sich, denke ich, grundsätzlich von denen unterscheiden, die sich vom Verein nach Jahrzehnten der sportlichen Leidenszeiten endlich einfach so etwas wie Erfolg wünschen. Weiterlesen

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Analyse des Infoabends vom 11.12.

Wir werden uns in diesem Text mit allen wichtigen Punkten des gestrigen Abends auseinandersetzen und diese näher beleuchten. Dabei liegt der Fokus weiterhin insbesondere auf den Problemen und Gefahren, die wir sehen. Denn dieser Blog versteht sich in erster Linie als kritische Gegenöffentlichkeit zu den Vereinspublikationen, die nur die Ausgliederung bewerben.

Anfangen wollen wir dennoch mit den Punkten, die uns positiv aufgefallen sind. Zuallererst ist hier die transparente Offenlegung der Finanzlage zu nennen, die wir uns auf der kommenden Jahreshauptversammlung noch detaillierter erhoffen. Des Weiteren ist es äußerst wichtig, dass die durch die Mitgliederversammlung gewählten Vertreter des Vereins in allen entscheidenden Gremien der Kapitalgesellschaft in der Überzahl sind. Warum das trotzdem problematisch sein kann, erklären wir weiter unten. Erfreulich ist ebenfalls, dass die 50+1-Regel (in unserem Falle 100% an der Komplementär-GmbH) in der Satzung festgeschrieben werden soll. Für die Zukunft befürchten wir jedoch, dass diese mit der selben Argumentation, die jetzt zur Befürwortung der Ausgliederung dient, auch wieder aus der Satzung gestrichen werden könnte. Weiterlesen

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Investoren im Fußball – harmlos oder gefährlich?

Der folgende Kommentar stammt aus dem gemeinsamen Sonderheft der Redaktionen von Omertà und O-Ton zur Ausgliederungsdebatte, welches beim vergangenen Heimspiel gegen Großaspach (09.12.) verteilt wurde. Den Adler im Herzen veröffentlicht den Text mit freundlicher Genehmigung des Autors.

Investoren nehmen nicht nur im deutschen Profifußball eine immer bedeutendere Rolle als Geldgeber ein. Bei mittlerweile 12 Vereinen allein in der ersten Bundesliga wurden Kapitalanteile einer Spielbetriebsgesellschaft an Investoren veräußert. Viele Vereine, so auch der SC Preußen, wollen überhaupt deswegen erst ausgliedern, um durch den Verkauf von Anteilen (einmalige) Gelder zu generieren, die wiederum den Clubs als Investitionskapital für den Profibereich dienen. Doch was ist eigentlich ein Investor und welches Interesse hat er überhaupt, in die Spielbetriebsgesellschaft eines Fußballvereins zu investieren? Ist die Entwicklung hin zu einem zunehmend von Investoren dominierten und gesteuerten Fußball eine Gefahr und wenn ja, für wen? Oder handelt es sich dabei schlicht um die notwendige, aber harmlose Modernisierung eines Sports, der längst zu einem Geschäft geworden ist, in dem Milliarden-Beträge umgesetzt werden? Diesen Fragen soll im Folgenden anhand verschiedener Beispiele nachgegangen werden. Weiterlesen

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Lasst uns Nein! sagen

Der folgende Kommentar stammt aus dem gemeinsamen Sonderheft der Redaktionen von Omertà und O-Ton zur Ausgliederungsdebatte, welches beim vergangenen Heimspiel gegen Großaspach (09.12.) verteilt wurde. Den Adler im Herzen veröffentlicht den Text mit freundlicher Genehmigung des Autors.

Vorweg: Wenn ihr euch nur als Zuschauer des SC Preußen seht, braucht ihr diesen Text nicht zu lesen. Ihr wollt natürlich um jeden Preis den bestmöglichen Fußball sehen und solltet dementsprechend für die Ausgliederung stimmen, weil sie die Wahrscheinlichkeit darauf erhöht. Dieser Text aber ist für alle, die sich als Teil des SC Preußen begreifen und für die Fußball mehr ist, als das Gekicke auf dem Rasen.

Ich habe im letzten Jahr hunderte Artikel zu Ausgliederungen und Profifußball gelesen und tausende Gespräche über die Zukunft unseres Sportclubs geführt. 99 Prozent davon drehten sich um die ökonomischen Vor- und Nachteile. Der SC Preußen ist noch gar kein Unternehmen, aber wir denken schon wie eins. Schuld daran sind die Rahmenbedingungen, in denen der SCP Fußballsport betreibt. Oftmals wird die Ausgliederung dann auf Grund von Alternativlosigkeit befürwortet. Aber es gibt immer Alternativen. Wir entscheiden, niemand sonst! Weiterlesen

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Wir warten immer noch…

Lange Zeit war es vergleichsweise still auf diesem Blog. Dafür gab es einen Grund: Der Verein gab schlicht und ergreifend keine neuen Informationen heraus. Mittlerweile wissen wir, dass die Abstimmung über die Ausgliederung an einem zweiten Termin nach der regulären JHV irgendwann im Januar stattfinden soll. Detaillierte Pläne sind den Mitgliedern immer noch nicht bekannt, Informationen darüber sollen jedoch in den nächsten Wochen folgen. Zur Erinnerung: Es gibt noch immer keine Rückmeldung, ob und inwieweit die Forderungen des Fanprojekts berücksichtigt werden. Und noch immer warten zahlreiche wichtige, entscheidende Fragen unseres Fragenkatalogs auf eine Antwort seitens der Vereinsführung. Der Vorstand muss in den nächsten Wochen endlich liefern!

Dann wird es auch auf diesem Blog weitergehen. Wir werden weiterhin die Informationen der Vereinsführung gegenprüfen, auf Gefahren und Schwachstellen hinweisen und Alternativen darstellen. Damit die Vereinsmitglieder umfassend informiert sind, sämtliche Seiten der Thematik kennen und schließlich eine mündige Entscheidung treffen können.

Gerne hätten wir von Anfang an mit der Vereinsführung und anderen Mitgliedern zusammengearbeitet, verschiedene Zukunftskonzepte entwickelt und in Arbeitskreisen diskutiert. Leider war dies nicht gewünscht. Somit wird uns allen im Januar nur die Entscheidung zwischen der von der Vereinsführung und insbesondere Walther Seinsch gewünschten Form der Ausgliederung oder einem Fortbestehen als eingetragener Verein bleiben.

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Pressespiegel #12

Im Westen nichts Neues? Weiterhin Stille um die Ausgliederung, mittlerweile wird diese aber „unabhängig vom Stadion“ gesehen, so Aufsichtsratschef Frank Westermann, denn die finanzielle Schieflage scheint bedrohlich zu sein. Hoffentlich wird hier in den nächsten Tagen und Wochen reinen Tisch gemacht über das Erbe der alten Vereinsführung, denn bisher fehlen über jegliche Gerüchte, die wie Unkraut sprießen, die Beweise.
Und in der Stadionfrage? Der Stadtrat will – wie es aussieht – die Hammer Straße sanieren bzw. umbauen ohne (bisherige) Klärung der Kostenfrage. Dort stünden laut Vereinsführung keine Investoren zur Verfügung, während sich das Bebauungsplanverfahren für die Hammer Straße sogar jetzt bis in 2018 zieht. Die Vereinsführung hingegen hält am Neubau mit Investoren fest, notfalls außerhalb der Stadt und bekräftigte dies erneut per Statement. Die Vereinsführung drängt auf eine Entscheidung bei der Ratssitzung am 18. Oktober 2017 bzw. noch in diesem Jahr. Unterdessen wurden Gespräche mit der Gemeinde Senden und der Stadt Greven bekannt. Bösensell soll anscheinend ein heißer Anwärter für einen Stadionneubau sein. Jedenfalls wird die Debatte vor allem in den sozialen Netzwerken höchstemotional und teilweise beleidigend geführt. Vielleicht wäre es angebracht, mal wieder etwas sachlicher in der Argumentation zu werden, schließlich sind wir alle Preußen. Genug der Worte, hier sind die Presseartikel der letzten Wochen für euch: Weiterlesen

Veröffentlicht unter Pressespiegel, Stadion, Unser Verein

Lesenswert #12

Eine gescheiterte Satzungsänderung in Köln, ein Rückzug in Hamburg, ein (voraussichtlich) erzwungener (Teil-)Rückzug in Regensburg, ein Fragenkatalog sowie ein Schlichtungsangebot in Hannover, eine Mitgliederinitiative und ein Satzungsänderungsantrag dieser Initiative in Freiburg sowie die am Samstag anstehende JHV in Bochum, bei der über die Ausgliederung abgestimmt werden soll. Das alles und noch viel mehr in Lesenswert #12: Weiterlesen

Veröffentlicht unter Andere Vereine, Pressespiegel